DAS SIND DIE WICHTIGSTEN KRITERIEN FÜR DIE AKTUELLE URLAUBSPLANUNG DER DEUTSCHEN:

Preis-Leistung, Hygienestandards und medizinische Versorgung am Urlaubsort sowie Internetzugang

Endlich kann wieder gereist werden – fast alle Länder sind nach aktueller Einstufung des RKI keine Risikoländer mehr und die Reisevorfreude ist groß. Doch wo zieht es die Deutschen hin? Worauf legen sie bei einer Reise besonderen Wert? Wir haben im Dezember 2021 eine repräsentative Umfrage unter 2.500 deutschsprachigen Personen ab 18 Jahren durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen. Wir wollten unter anderem wissen, wie die Deutschen eigentlich ihren Urlaub planen, welche Faktoren bei der Wahl des Urlaubsortes und welche bei der Reise insgesamt ausschlaggebend sind. Unsere aktuelle Studie gibt nun über das Buchungsverhalten hierzulande Aufschluss.

ZUSAMMENFASSUNG

Der mit Abstand wichtigste Faktor für die Deutschen, wenn sie den Urlaub planen, ist tatsächlich der Preis. Für 91 Prozent ist das der ausschlaggebende Punkt. An zweiter Stelle folgen, wenig verwunderlich angesichts der Pandemie, Sicherheitsrichtlinien und Hygienestandards am Urlaubsort. 84 Prozent der Befragten machen den Urlaub davon abhängig. In eine ähnliche Kerbe schlägt die Tatsache, dass für 77 Prozent der Deutschen scheinbar eine gute medizinische Versorgung am Urlaubsort relevant ist. Dabei legen Paare und Familien mehr Wert auf Sicherheitsrichtlinien und Hygienestandards am Urlaubsort als Singles. Die Faktoren Klimaschutz und Nachhaltigkeit finden sich mit 63 Prozent Zustimmung und Öko-Standards in Unterkünften mit lediglich 53 Prozent eher im Mittelfeld der relevanten Faktoren bei der Urlaubsplanung. Auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit legen interessanterweise ältere Befragte (ab 60 Jahren) mehr Wert als jüngere Urlauber (zwischen 18 und 39 Jahren) – für die ist der Internetzugang dafür umso wichtiger – Je jünger die Befragten, desto höher ist die Bedeutung eines Internetzugangs in der Unterkunft.

REISEZIELE: 79 Prozent der Befragten geben an sehr oder eher wahrscheinlich zukünftig Nahzielreisen zu buchen. Deutlich geringer ist die Wahrscheinlichkeit zur zukünftigen Buchung von Fernreisen (51%) und Kreuzfahrten (21%). Die Wahrscheinlichkeit zur Buchung aller drei Reisarten ist bei jüngeren Befragten deutlich ausgeprägter als bei älteren Befragten.

ONLINE ODER REISEBÜRO – WO BUCHEN DIE DEUTSCHEN?

Wenig überraschend ist der Fakt, dass sich auch beim Thema Reise der Trend zum Buchen im Internet weiter verstärken wird. Welche Kriterien dabei eine Rolle spielen und warum manch einer doch lieber auf den Gang ins Reisebüro setzt wollten wir im Rahmen der Umfrage natürlich auch wissen.

Aktuell werden vor allem Übernachtungen (66%),  Bahnfahrkarten (54%), Flüge (53%) sowie Mietwagen und Pauschalreisen (je 47%) im Internet gebucht. Perspektivisch werden wird das Buchen von Bahn- und Flugtickets, Mietwagen und Pauschalreisen übers Internet noch zunehmen. Der klare Vorteil für Online Reisebuchungen liegt auf der Hand: 24/7 Flexibilität, Transparenz und Angebotsvielfalt. Hat das gute alte Reisebüro also ausgedient? Nein, Beratung und Abwicklung als Synonym für Entlastung. Zurücklehnen und „machen lassen“ sind immer noch ganz klare KPIs der stationären Anbieter. In Reisebüros werden derzeit in erster Linie Pauschalreisen (27%) gebucht, gefolgt von Flügen (23%), Mietwagen (20%) und Bahntickets (18%). Reisebüros bieten klare „Komfort-Vorteile“ Manch einer fühlt sich durch die Angebotsvielfalt im Netz schlichtweg auch „überfordert“ oder verspürt immer noch diffuse Unsicherheiten im Zusammenhang mit Online-Buchungsprozessen.

 

WO INFORMIEREN SICH DIE DEUTSCHEN ÜBER REISEZIELE UND PREISE?

 

Den Ergebnissen der Umfrage zufolge spielt das Internet spielt bei der Planung von Reisen eine entscheidende Rolle: Mehr als zwei Drittel (69%) nutzen das Internet insgesamt als Informationsquelle vor einer Reise. Dabei werden Online-Vergleichsportale von knapp 40 Prozent der Befragten genutzt, rund ein Drittel (30 Prozent) informiert sich, im Internet direkt beim jeweiligen Dienstleister.

An zweiter Stelle – mit deutlichem Abstand – stehen Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte (24 Prozent) als Informationsquelle. Zeitschriften & Magazine machen 13 Prozent aus, das Fernsehen 11%.  Soziale Netzwerke, die insgesamt von 12% der Deutschen vor einer Reise zur Information genutzt werden, werden vor allem von Jüngeren zwischen 18 und 39 Jahren herangezogen. Fast ein Viertel (24%) der Jüngeren informiert sich vor einer Reise in Sozialen Netzwerken. Anzeigenblätter/Postwurf (7%), Blogger/Influencer (6%), Radiosender sowie Plakate/DooH (3%) spielen bei der Planung von Reisen bisher lediglich eine untergeordnete Rolle.

Rückfragen zur Studie beantworten wir gern!

Clarissa  Moughrabi
Clarissa Moughrabi
Leiterin Marktforschung
Berlin
Oliver Brix
Oliver Brix
stellv. Leiter Marktforschung
Berlin

Der Einfluss (Sozialer) Medien auf das Wohlbefinden von Frauen

Wie genau beeinflussen Instagram, YouTube, Snapchat & Co. unser Verständnis von Schönheit? Wie sehr hängt unser Wohlbefinden von öffentlichkeitswirksam inszenierten Bildern und Likes oder gar Ignoranz ab? Die große Beauty Impact Studie, die wir im Auftrag von STYLEBOOK gemacht haben, bietet jetzt umfassende Erkenntnisse zum Einfluss von Social Media auf das Selbstbild von Frauen, auf Schönheitsideale und auf das Konsumverhalten von Frauen.

 

Für den Report haben wir mehr als 1.000 Frauen aus ganz Deutschland befragt, wie sehr ihre Wahrnehmung von sich selbst ggfs. verzerrt wird.

 

Den kompletten Report erhalten Sie hier als kostenlosen Download

Auf der Website von STYLEBOOK finden Sie weitere spannende Insights zu den Ergebnissen und Grafiken.

Mit der Studie „Medienwirkungsdifferenziale“ haben wir erstmals umfassend und quantifizierbar die Werbeträgerunterschiede zwischen klassischen Medien und Social Media untersucht.

Dazu wurden durch das Marktforschungsinstitut Facit vier werbewirkungsrelevante Einflussfaktoren, die sogenannten Werbewirkungsdifferenziale, für Print, Digital, TV und Social Media identifiziert, um die Werbewirkung in den verschiedenen Mediengattungen anhand einer neuen Leistungskennzahl miteinander zu vergleichen. Entscheidende Faktoren sind a) die Affektive Erwartungshaltung als Gefühlszustand, in dem Werbung konsumiert wird, b) das Content-Umfeld, in dem Werbung platziert ist, c) das Involvement für die Werbeerinnerung sowie d) die Nutzungshäufigkeit des Mediums. Untersucht wurden insgesamt zwölf Nachrichten-Medien (u.a. BILD, WELT, Tagesschau, Spiegel und RTL Aktuell), ein fiktionales TV-Format sowie die Social-Media-Plattformen Facebook und YouTube.

Die zentralen Ergebnisse:

  • Content verstärkt die Werbeerinnerung in klassischen Medien, ganz im Gegensatz zu Kampagnen bei Social Media. Während bei klassischen Medien die Werbeerinnerung umso größer ist, je höher die Content-Erinnerung, kehrt sich dieser Effekt bei Social Media mit minus 43 Prozent durch die Ablenkung sogar um (sogenannter „Vampir-Effekt“).
  • Bei den klassischen Medien hat die Nutzungsfrequenz keinen Einfluss auf die Werbewirkung, bei Social Media muss diese zur Steigerung der Werbewirkung ansteigen. Dieser Effekt zeigt sich am stärksten in der Zielgruppe der „Heavy User“, was eine deutliche Einschränkung der tatsächlich werberelevant vermarktbaren Reichweite bedeutet (Heavy User bei Facebook 38 Prozent, bei YouTube 11 Prozent der Gesamtnutzer – gemäß b4p 2019 IV).
    Die vollständigen Ergebnisse der Studie erhalten Sie hier:  MWD_Whitepaper

Mit dem neuen, positiven Planungsparameter „Werbe-Erinnerungs-Plus“ können Werbeplaner diese Messungen nunmehr erstmals konkret auf einzelne, untersuchte Medienmarken anwenden und ihre Kampagnen verstärken. Grundsätzlich gilt dabei, dass für die untersuchten News-Medien aus der konkreten Gestaltung des Werbeträgers heraus ein generelles Werbe-Erinnerungs-Plus belegt werden konnte.

Carsten Schwecke, CMO Axel Springer All Media und CEO Media Impact: „Diese Ergebnisse sind ein klarer Weckruf an die Werbetreibenden und ihre Agenturen, die Budgets dort zu allokieren, wo sie tatsächlich effizient eine relevante Werbewirkung erreichen können. Mit der Studie bieten wir neue Parameter für die Werbeplanung, um Kampagnen zukünftig noch wirksamer auf den verschiedenen Weberträgern ausspielen zu können.“

Clarissa Moughrabi, Leiterin Axel Springer Marktforschung: „Mit unserer Studie sind wir weltweit die ersten, die die Relevanz von Werbeträgereffekten umfassend und statistisch valide untersucht haben. Fazit: Content ist der Wirkverstärker bei klassischen Medien, bei Social Media führt der ‘Vampireffekt’ zu verminderter Werbeerinnerung. Es zeigt sich außerdem, dass die Reputation und Sympathie für eine Medienmarke keinen Einfluss auf die Werbewirkung haben. Sie sind eine Geschmacksfrage, jedoch keine Wirkungsfrage.”

Dr. Andrea Malgara, Geschäftsführer Mediaplus: „Unsere Maxime bei Mediaplus heißt ,Mehr Wirkung durch Wissen‘. Das ist der Vorteil, den wir unseren Kunden bieten, und die Ergebnisse dieser Studie werden wir individuell in die Mediapläne unserer Kunden einfließen lassen, damit diese noch mehr Wirkung erzielen. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Kunden für jeden Euro, den sie in Werbung investieren, mehr Umsatz generieren als ihre Wettbewerber. Denn dann haben wir als Agentur unseren Job richtig gemacht.“

An der Studie, die von dem Marktforschungsinstitut Facit durchgeführt wurde, waren beteiligt neben den Initiatoren Axel Springer, Media Impact und Mediaplus auch die Texas Tech University für die wissenschaftliche Beratung, die ISBA (Institut für Markt- und Medienforschung) für die statistische und methodische Beratung des Studiendesigns sowie ein Werbekundenbeirat mit Vertretern unter anderem von CHECK 24, Lidl, LG Electronics sowie Dieter Lutz.

Bereits im Februar 2019 hatte Axel Springer mit der Auftaktstudie „Die bewusste Reichweite von Medienmarken“ eine Debatte über qualitative Kriterien in der Mediaplanung angestoßen. Im Anschluss daran starteten Axel Springer und Media Impact zusammen mit Mediaplus ein großangelegtes Forschungsprojekt, das mit der Veröffentlichung der Studie „Medienwirkungsdifferenziale“ seinen vorläufigen Abschluss findet.

Clarissa  Moughrabi
Clarissa Moughrabi
Leiterin Marktforschung
Berlin
Oliver Brix
Oliver Brix
stellv. Leiter Marktforschung
Berlin
Friedrich Kabler
Friedrich Kabler
PR Manager
Berlin