Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Julia schon für Axel Springer. Im internen Interview für Axel Springer verrät Julia uns wie sie mit dem Lockdown umgeht und welche Tipps sie sonst noch hat.

Sie startete 2010 als Produktmanagerin bei BILD, danach folgten eine Station beim Vorstand Andreas Wiele, die Rückkehr zum Business Development bei BILD, Aufstieg zum COO der BILD-Gruppe und General Manager von BILD Digital und schließlich der Wechsel in die Geschäftsführung von Media Impact, wo sie Operations und Marke verantwortet. Im letzten Jahr übernahm sie dann zusätzlich die COO-Verantwortung für den Bereich Axel Springer All Media (ASAM). Die „Springer-Karriere“ war nach dem Abi gar nicht ihr Plan, da studierte sie nämlich zunächst Molekulare Biotechnologie in Lübeck. „In meinem jetzigen Job habe ich dazu keine Berührungspunkte mehr. Ich profitiere aber bestimmt von dem analytischen und strategischen Denken, was man für Naturwissenschaften braucht.“ Obwohl sie in Hamburg (und damit im norddeutschen Flachland) aufgewachsen ist, ist Julia Wehrle leidenschaftliche Skifahrerin. Ein Vergnügen, was für sie in diesem Winter genauso ausfallen musste wie Mittagspausen im Büro. Die fehlen ihr insbesondere deshalb, weil es für sie jetzt schwerer ist „die Stimmungen in unserem Bereich mitzubekommen“.

Den Humor kann ihr der Lockdown trotzdem nicht vermiesen. Auf die Frage, ob sie denn auch ein Influencer-Licht hat, lacht die Mutter einer dreijährigen Tochter nur: „Ja, es funktioniert nur leider nicht. Mein Rat: Man sollte da wirklich Qualität kaufen.“ ​​​​​​​​​​​​​​

Trotz der Doppelbelastung im Lockdown hat Julia Zeit gefunden, um unseren Fragebogen auszufüllen: 

Was wolltest du eigentlich werden als du ein Kind warst?
Das hat je nach Alter gewechselt… von Arzt, über Balletttänzerin bis zum Snowboard-Profi.

Was hat dich diese Woche schon zum Lachen gebracht? 

Meine Tochter bei ihren Versuchen zu argumentieren, warum sie mehr Gummibärchen bekommen sollte.

Welchen Satz kannst du momentan nicht mehr hören?

„Wir fahren auf Sicht.“

Im Lockdown habe ich diese „Unart“ entwickelt…
Nach dem Abendbrot eine Tüte Haribo essen… das typische Problem, wenn die Küche zu nah ist.

Wenn Corona vorbei ist, dann machen wir im Team das…
Ich freue mich einfach, die Kollegen wieder zu sehen und bei einem Kaffee auf der Dachterrasse zu quatschen.

Dein imaginärer Calm-Place?
In der Wärme am Strand, egal wo…

Was würdest du lernen, wenn du mehr Zeit hättest?

Hmm, eine Programmiersprache, Kunstgeschichte und endlich den Kopfstand im Yoga.

Durch was lässt du dich am liebsten ablenken?

Am häufigsten von der BILD App, am liebsten von einem spontanen Anruf oder Treffen mit Freunden.

Ein Buch, das du deinen Kollegen empfiehlst (aus welchen Gründen auch immer)?

Bei mir liegt „Deep Work“ oben auf dem Stapel…wurde mir von vielen Seiten empfohlen.

Was möchtest du deinem ehemaligen Chef mal sagen?
Jetzt kann ich Dich verstehen! (wenn ich als Referentin mal wieder nicht verstehen konnte, warum die Termine dauernd umgeschmissen wurden)

Was würdest du machen, wenn du nicht arbeiten bräuchtest? 

Nach einer Rundreise zu all meinem Freunden und einem ausgedehntem Sportprogramm, würde ich mich langweilen und die Kontakte zu den Kollegen vermissen und würde vielleicht nochmal studieren oder wieder arbeiten!

Welchen Ratschlag hättest du gerne bekommen, als du 25 warst? 
Nutze bis 30 jeden freien Abend fürs Ausgehen, ab 30 brauchst Du mindestens 1 Tag für Erholung …

Ich wäre gerne mal ein bisschen … schlagfertiger!