Tischlein, deck dich mit EDEKA, Lidl, Aldi & Co.: Zu Weihnachten kaufen die Deutschen gerne etwas Besonderes ein – und fast Hälfte der in der b4p trends Befragten verwöhnt ihre Lieben mit Feinkost-Eigenmarken der Supermärkte und Discounter. Wie die Deutschen Weihnachten kulinarisch verbringen, zeigt die b4p trends im Rahmen der neuesten Ausgabe. Die von der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) veröffentlichte Studie nimmt zum Jahresende den Lebensmitteleinzelhandel unter die Lupe.

Genuss und Gemeinsamkeit beim Essen …

… das sind für die Deutschen mit 85 bzw. 80 Prozent die beiden wichtigsten Aspekte am Weihnachtstisch. Dabei kommt es den Befragten weniger auf die Kreativität als auf die Qualität der Speisen an (75%). Denn bei knapp der Hälfte kommt jedes Jahr das gleiche Festmahl auf den Tisch (56%). Der Preis spielt an den Weihnachtsfeiertagen kaum eine Rolle (63%). Pluspunkte für den  Lebensmitteleinzelhandel: Mit 46 Prozent verwöhnt fast die Hälfte der Befragten ihre Lieben zum Fest mit Feinkost-Eigenmarken der Supermärkte und Discounter.

 

Der Weihnachtsklassiker? Kartoffelsalat und Würstchen!

Am Beliebtesten sind an Heiligabend nach wie vor Kartoffelsalat mit Würstchen (44%) oder der traditionelle Weihnachtsbraten (42%). Fisch landet hingegen nur etwa bei jedem Zehnten vor der Bescherung auf dem Teller (12%).

Rezeptideen aus Zeitschriften und aus dem Netz

Inspiration fürs Weihnachtsessen holen sich Unentschlossene aus dem Internet (42%) und aus Koch- und Esszeitschriften (35%). Der Blick in die Einkaufsprospekte von Supermärkten oder Discountern bietet mehr als einem Drittel (39%) Unterstützung bei der Planung des Festessens.
Auch Süßes kommt in der Weihnachtszeit auf den Tisch, der Advent ist schließlich Plätzchenzeit. So schwingen immerhin 42 Prozent der Deutschen schon zwei bis vier Wochen vor Heiligabend den Schneebesen.

Die Deutschen schätzen ihren Einzelhandel – und zwar lokal stationär. 
Online-Shopping? Kommt für die Meisten noch nicht in die Tüte – laut b4p trends kaufen lediglich 3 Prozent der Befragten ihre Lebensmittel bereits regelmäßig online ein. Zwei Drittel der Befragten (63%) ziehen die digitale Alternative zum Supermarkt erst gar nicht in Betracht. Stattdessen schätzen sie die Nähe des Ladens direkt um die Ecke (64%), sie nehmen Produkte gerne in die Hand (57%), wollen teure Lieferkosten vermeiden (24%) und setzen auf die bessere Qualität und Frische der Produkte (20%). Im Ranking liegen Supermarkt (77 %) und Discounter (73%) bei den Befragten beinahe gleich auf und werden in der Regel etwa einmal pro Woche besucht. Knapp die Hälfte der Befragten (56%) kauft sogar wöchentlich bei beiden ein.

Wiederholungstäter und Bio-Markt-Fans sind affiner für den Online-Kauf

Es gibt aber auch Ausnahmen: Wer Lebensmittel schon einmal online gekauft hat, tut dies auch gerne wieder. Gut die Hälfte derjenigen, die schon einmal einen Testlauf hatten, nutzen den Online-Service erneut. Und: Bioladen-Fans klicken sich eher durchs virtuelle Supermarkt-Regal. Von ihnen hat bereits mehr als die Hälfte der Befragten (53%) schon einmal Lebensmittel über das Internet bestellt. Eine Erklärung könnte der Blick auf die Altersstruktur der Bio-Markt-Fans generell sein. Denn auch lokal erfreuen sich Bio-Supermärkte immer größerer Beliebtheit – und das vor allem bei den digital-affineren jüngeren Deutschen.

Der Lieblingsladen ist um die Ecke, sauber, frisch – und virtuell bequem
Die Top-Kriterien für die Wahl der Einkaufsstätte sind für die Deutschen Sauberkeit (64%) und die örtliche Nähe (50%). Außerdem mögen es die Befragten frisch (42%), sie schätzen günstige Preise (40%) und ein freundliches Personal (37%).  Virtuell können Einzelhändler mit Unkompliziertheit punkten. So schätzen Online-Shopper vor allem die Bequemlichkeit (49%) und lassen sich die Einkäufe zeitlich flexibel (31%) an den Wunschort liefern (32%). Für sie spielen außerdem die bessere bzw. exklusivere Verfügbarkeit von Spezialitäten (26%) und Angeboten (24%) sowie variable Lieferzeiten (23%) eine Rolle.

Inspirationsquellen: Klassische Varianten liegen vorne
Die meisten Befragten lassen sich dabei klassisch zu Angeboten und Aktionen inspirieren: über Postwurfsendungen (57%) sowie Prospekte oder Anzeigen in Printmedien wie Tageszeitungen (44%). Alternativ informieren sich die Kunden direkt im Laden (42%). Online versorgen sich vor allem junge Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren mit Infos über Rabatte, Aktionen und Sonderangebote (38%), insgesamt sind es 27 Prozent. Insgesamt 23 Prozent der 14- bis 29-Jährigen folgt einem oder mehreren Händlern über die Social-Media-Kanäle hinweg. Spezielle mobile Apps der Lebensmitteleinzelhändler nutzt diese Altersgruppe hingegen eher selten (17%).

 

Mehr zu b4p trends
Der Studien-Satellit best for planning trends (b4p trends) bietet die Möglichkeit, binnen weniger Wochen Daten zu hochaktuellen Themen rund um Mediennutzung, Produktneuheiten und Konsumverhalten zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig prüft die GIK so, wie relevant aktuelle Entwicklungen sind, schätzt damit das Potential für die Hauptstudie b4p ab und hält diese auf dem neuesten Stand. Die Studienergebnisse der b4p trends werden per Online-Befragung in 6 bis 10 Wellen pro Jahr erhoben. Stichprobe und Grundgesamtheit: ca. n=rund 1.000 Fälle je Welle, repräsentativ für die deutsche Online-Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren.

Material
Die Studienergebnisse aller bisher veröffentlichten b4p trends-Ausgaben sowie Grafiken finden Sie auf der GIK-Website unter b4ptrends.media.

Kontakt
Thorsten Pütsch
Thorsten Pütsch
Senior PR Manager
Berlin
Patricia Dähn
Patricia Dähn
Projektleitung Zeitschriften Marktforschung / Forscherkreissprecherin GIK (b4p, b4t, b4p trends)
Hamburg