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B.Z.-Kulturpreis: Mit Kunst und Kreativität ein Zeichen der Freiheit setzen

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21.01.15

B.Z.-Kulturpreis: Mit Kunst und Kreativität ein Zeichen der Freiheit setzen

Berlins Kreativszene feierte am Mittwochabend, 21. Januar 2015, den B.Z.-Kulturpreis in der Komischen Oper Berlin. Mehr als 700 Gäste aus Medien, Kunst, Wirtschaft und Politik waren der Einladung von Berlins größter Zeitung gefolgt. Durch den Abend der 24. Verleihung der begehrten B.Z.-Bären führte Schauspielerin und Sängerin Meret Becker.

Peter Huth, B.Z.-Chefredakteur, stellte den Abend in seiner Begrüßungsrede unter den Gedanken der Freiheit. Im Hinblick auf die Terroranschläge in Paris und viele andere Konflikte, die das friedliche Miteinander und vor allem die freie Meinungsäußerung bedrohen, richtete er einen Appell an alle Gäste: „Spielen wir unsere mächtigste Waffe aus: Die Kreativität! Lassen Sie uns Regeln hinterfragen, überwinden und brechen. Anders fragen und neu denken. Mal die Perspektive wechseln, überraschen und das Unmögliche tun. Lassen Sie uns die Freiheit leben!“

Im Zeichen der Freiheit stand auch die Auszeichnung der Installations-Künstler Marc und Christopher Bauder für die Errichtung der Lichtgrenze anlässlich des 25. Jahrestags des Mauerfalls. 8000 leuchtende Ballons entlang des ehemaligen Todesstreifens hatten im November 2014 für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt. „Marc und Christoph Bauder haben uns die DNA unserer Heimatstadt Berlin gezeigt: Die Freiheit“, so B.Z.-Chefredakteur Huth. Geehrt wurden die beiden Künstler durch eine Darbietung des Chores der Komischen Oper unter der Leitung von David Cavelius.

Ein weiterer B.Z.-Bär ging an Shermin Langhoff, Intendantin des Maxim-Gorki-Theaters. Sie sei eine "Freiheitsfrau" erklärte Chefredakteur Peter Huth, weil sie ein Theater mache, das bunt, vielfältig und multikulturell ist. „An ihrem Maxim-Gorki-Theater arbeiten Künstler aller Kulturen und Religionen. Da wird niemand mehr ausgegrenzt. Wie kein anderes Sprechtheater spiegelt ihre Bühne die Gegenwart und den Geist unserer Zeit“, begründete deshalb auch Jury die Auszeichnung. Nach einem Klavierstück der Pianistin Serra Tavsanli erhielt sie ihren Preis aus den Händen des Berliner Kulturstaatssekretärs Tim Renner.

Die weiteren Auszeichnungen erhielten Sängerin Nena, der Regisseur und Intendanten der Komischen Oper Berlin Barrie Kosky, die Schauspielerin Ursela Monn sowie das Ensemble des Udo Lindenberg-Musicals "Hinterm Horizont", zu deren Ehren Nina Hagen eine Laudatio in musikalischer Form auf die Bühne brachte.

Der Publikumspreis ging an die Nachwuchs-Modemacherin Friederike Haller. Das Online- und SMS-Voting hatte bis in die Abendstunden der Preisverleihung angedauert. Die Designerin wurde mit 45 Prozent der Stimmen zur Gewinnerin gewählt. Überreicht wurde der Preis von Verwandlungskünstler Ennio Marchetto.

Über den B.Z.-Kulturpreis

Seit 1992 vergibt Berlins größte Zeitung jährlich den B.Z.-Kulturpreis. Ausgezeichnet werden deutsche und internationale Persönlichkeiten, die mit ihren herausragenden Leistungen zur kulturellen und künstlerischen Vielfalt in der Hauptstadt beigetragen haben. Unter den Preisträgern der vergangenen Jahre sind unter anderem Marcel Reich-Ranicki, Senta Berger, Marina Abramovic, Georg Baselitz, The BossHoss, Christo und Jeanne-Claude, Paul van Dyk, Sir Norman Foster, Nina Hagen, Udo Jürgens, Anselm Kiefer, Karl Lagerfeld, Daniel Libeskind, Udo Lindenberg, Jonathan Meese, Anna Maria Mühe, Max Raabe, Matthias Schweighöfer und Nora Tschirner.

Pressekontakt: Sandra Petersen